Wie Big Data und KI Unternehmen nach vorn bringen können

Werbebanner Sympra

Big Data als treibender Faktor in Unternehmen. Welches Potenzial bietet es zukünftig? Welche Herausforderungen bringt es mit sich?

Code auf einem Bildschirm
Big Data hier. Künstliche Intelligenz (KI) da. Neue Technologien, wie Big Data und KI, sind in aller Munde. Im Grunde beschreibt es das Prinzip, riesige Mengen an Daten zu sammeln, zu verwerten und sinnvoll miteinander zu verbinden. Und während sich manche Leute noch fragen, was das eigentlich ist, nutzen es andere schon erfolgreich.

Um den Stand der Praxis zu erfassen, führte ein Beratungsunternehmen eine Befragung unter den 1000 umsatzstärksten Unternehmen Amerikas durch. Die Studienergebnisse sollten jedoch aus zwei Gründen kritisch betrachtet werden: Zum einen wurden hauptsächlich Unternehmen aus dem Finanzsektor befragt, wodurch man die Resultate nicht auf jedes beliebige Unternehmen übertragen kann. Zum anderen wurden nur Führungskräfte befragt, die unter Umständen ein verzerrtes Meinungsbild darstellen.

Unumstritten ist aber, dass Big Data und KI die führenden, modernen Technologien sind. Doch wieso wollen bei diesem Megatrend plötzlich alle mitmischen?

Treibende Faktoren für Investitionen

Die Investitionsbereitschaft in Big Data und KI ist 2019 höher als in den Umfragen der Vorjahre. Im Vergleich zu 2018 (12,7%) investieren mittlerweile fast doppelt so viele Unternehmen (21,7%) über 500 Millionen Dollar in die Entwicklung dieser neuen Technologien. Der Hauptgrund dafür ist die Angst den Anschluss an die Konkurrenz zu verlieren. Viele Unternehmen haben die Vorstellung, wettbewerbsfähiger zu werden, wenn sie beispielsweise Big Data in ihr Geschäft integrieren.

Technik, die begeistert – oder doch nicht?

Entgegen den Erwartungen der Studie stellen die technischen Anforderungen das kleinste Problem dar. Bei einer Umstrukturierung des Geschäfts in Richtung Big Data und KI ist nach wie vor das Unternehmen selbst die größte Herausforderung. Zwar verringert sich einerseits der gesellschaftliche Widerstand, andererseits sind es vor allem Mitarbeiter und interne Prozesse, die mehr Schulungen brauchen oder optimiert werden müssen. Durch die wachsenden Aufgaben im Zusammenhang mit KI und Big Data kristallisierte sich in den letzten Jahren zunehmend die neue Position des Chief Data and Analytics Officer heraus. Prinzipiell sollen in dieser Rolle alle Verantwortlichkeiten zur Datenverarbeitung zusammenkommen. Die Studie zeigt allerdings auch, dass in der Praxis noch Uneinigkeit darüber herrscht, die Position intern oder extern zu besetzen.

Erfolgsbilanz der Umstrukturierungen

Auf Unternehmensseite ist zukünftig noch viel zu leisten. Im Vergleich zum Vorjahr 2018 sehen die Befragten die Integration ins Geschäft aktuell sogar als größere Herausforderung an. Im Sinne einer Kostenreduktion oder im Kundenservice werden Big Data oder KI schon erfolgreich genutzt. Schwierig ist aber insbesondere das Potential dieser modernen Technologien wirtschaftlich als Geschäftsmodell zu nutzen.

Die Autoren schlussfolgern, dass die Integration von Big Data und KI eine große Aufgabe für Unternehmen ist, die sich über mehrere Jahre erstreckt. Ersichtlich wird, dass es sich aber lohnt, in diese Technologien zu investieren. Gleichzeitig empfehlen die Autoren auch, neue Trends aufzuspüren und nicht der Selbstzufriedenheit zum Opfer zu fallen.

KeyFacts Symbol

Key Facts

  • Im Vergleich zu 2018 investieren mittlerweile doppelt so viele Unternehmen über 500 Millionen US Dollar in die Entwicklung von Big Data und KI.
  •  Vor allem Angst vor dem Wettbewerb bewegt Unternehmen dazu, sich mit Big Data zu beschäftigen.
  • Obwohl das Verständnis für Big Data größer und es zunehmend als Geschäftsmodell verstanden wird, sind Prozesse und Menschen eines Unternehmens immer noch die größte Herausforderung für eine erfolgreiche Integration.

Methode Symbol

Methode

  • Befragung von 65 der 1000 umsatzstärksten Unternehmen Amerikas
  • Vor allem Unternehmen aus dem Finanzsektor, einige wenige Unternehmen aus dem Gesundheitssektor
  • Schwächen der Stichprobe: Interviewpartner aus der Führungsetage (führt eventuell zu einer verzerrten Darstellung der Realität, weil sie operativ wenig involviert sind), umsatzstarke Unternehmen (haben mehr Mittel für Big Data), überwiegend Unternehmen aus dem Finanzsektor
  • Auftraggeber der Studie: Beratung für Unternehmensumstrukturierung insbesondere mit Blick auf Big Data und KI

Weiterlesen: Bean, R. & Davenport, T. H. (2019). Big Data and AI Executive Survey 2019.

Autorin Marie Knauth

Autorin
Maire Knauth

Das könnte Dich auch interessieren …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Ihren Besuch stimmen Sie dem zu.