Eigeninitiative in Social Media lohnt sich für B2B-GründerInnen

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Key Facts
  • B2B-GründerInnen sollten sich in sozialen Netzwerken mit ihrer Zielgruppe vernetzen und gezielt mit ihr interagieren.
  • Dabei gilt es organisiert, kompetent und informiert zu wirken.
  • Insgesamt gilt es überlegt und gezielt zu posten, zu markieren, zu kommentieren und auch Posts zu teilen. Denkbar sind beispielsweise Posts mit branchenrelevanten Informationen, Links zu Blogbeiträgen und Veranstaltungen, Updates und Planungsdetails zu Projekten mit KundInnen und PartnerInnen, sowie vieles mehr.

Soziale Netzwerke sind ein Segen für B2B-GründerInnen. Haben sie doch gerade zu Beginn mit mangelnden Ressourcen und (Vertrauen von) GeschäftspartnerInnen sowie Unbekanntheit zu kämpfen. Durch gezieltes Netzwerken in Social Media lassen sich diese Ressourcen jedoch zu sehr kleinem Preis aufbauen.

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Aktiv sein und gleichzeitig gezielt vorgehen

Einen praxisnahen Leitfaden für B2B-Gründungsunternehmen in sozialen Netzwerken haben die drei irischen WissenschaftlerInnen Drummond, O’Toole und McGrath basierend auf Erkenntnissen ihrer Studie erstellt. Grundlegend empfehlen sie sich mit der eigenen Zielgruppe zu vernetzen, mit ihr zu interagieren und zu kollaborieren, aber dabei auch besonders kompetent und organisiert zu wirken:

Vernetzen:

Um sich mit möglichst vielen Unternehmensaccounts aus der Zielgruppe vernetzen zu können, empfehlen die WissenschaftlerInnen Social-Media-Posts zu erstellen, welche durch ihre aktuelle Relevanz die Aufmerksamkeit von dieser auf sich ziehen. Umsetzbar ist das beispielsweise, indem man die Business-Accounts, zu welchen das eigene B2B-Gründungsunternehmen eine Beziehung aufbauen möchte, in eigenen Posts markiert, die hilfreich für diese sein könnten. Empfehlenswert ist zudem das Teilen und Kommentieren von Social-Media-Inhalten der Zielgruppe. Die Moral der Geschichte lautet also: Keine Angst vorm (vorher gründlich durchdachten) Posten, Markieren, Kommentieren und Liken in sozialen Netzwerken.

Interagieren:

Nach dem Vernetzen geht es einen Schritt weiter. So genügt es natürlich nicht sich einfach nur mit der Zielgruppe zu vernetzen und sich dann entspannt zurückzulehnen. Genau wie bei zwischenmenschlichen Beziehungen ist es notwendig die aufgebauten Beziehungen durch angenehme Interaktionen zu pflegen. Warum sollte man die Beziehungen nun aber öffentlich in sozialen Netzwerken pflegen und nicht offline hinter verschlossenen Türen? Hierfür gehen wir nochmal einen Schritt zurück: Wie funktioniert das nochmal mit dem Vernetzen? Richtig: Es gilt die Aufmerksamkeit von Unternehmen auf sich zu ziehen, die man als KundInnen und PartnerInnen gewinnen möchte. Und an diese gelangt man noch leichter über öffentlich einsehbare Interaktionen mit bereits bestehenden Kontakten, welche wiederum auch für die Kontakte von diesen sichtbar sind. Veranschaulichen lässt sich das besonders gut anhand von LinkedIn. Betrachtet man dort seinen Feed, sieht man oft Posts von fremden Menschen und Unternehmen, die die eigenen Kontakte mit einem Like markiert haben und wird auf diese aufmerksam.

Kollaborationen öffentlich sichtbar machen:

Den WissenschaftlerInnen zufolge sollten B2B-GründerInnen auch ihre gemeinsamen Projekte, Rabattaktionen und Veranstaltungen mit ihren PartnerInnen und KundInnen in sozialen Netzwerken für andere öffentlich sichtbar machen. Damit heißt es also: her mit regelmäßigen Updates und Planungsdetails zu gemeinsamen Kollaborationen (Pssst: natürlich nur solche, von welchen die Öffentlichkeit wissen darf).

Kompetent und organisiert wirken:

Als ratsam sehen es die WissenschaftlerInnen in sozialen Netzwerken möglichst zeitnah auf die Bedürfnisse von B2B-GeschäftspartnerInnen in sozialen Netzwerken zu reagieren. Geschickt ist auch das Veröffentlichen von für die Zielgruppe wertvollen Informationen wie beispielsweise Links zu Blogs, Verkaufsmöglichkeiten oder Informationen zu Veranstaltungen. Empfehlenswert ist darüber hinaus das Teilen von Informationen, die den Wert der eigenen Produkte und Dienstleistungen verdeutlichen und anheben (zum Beispiel Gebrauchsinformationen und Informationen zu Inhaltsstoffen), um die eigene Kompetenz indirekt zur Schau zu stellen.

You get what you give Bei genauer Betrachtung der empfohlenen Strategien und Taktiken zeigt sich ein Muster: Allesamt beziehen sie sich darauf, Interaktionen aktiv zu steuern und dabei auf die Bedeutung und den Wert der geteilten Informationen für die Zielgruppe zu achten. Beachten B2B-EntrepreneurInnen diese Punkte, steht ihrem Erfolg nichts im Wege. Denn dann lohnt sich die Eigeninitiative in sozialen Netzwerken und heimst B2B-GründerInnen als wahre Vitamin B-Bombe neue und zugleich wertvolle Kontakte und KundInnen ein.

Methode Symbol
  • Qualitative Fallstudie 
  • Analyse des Inhalts von 1.248 B2B Facebook Posts und Tweets eines traditionellen Lebensmittelherstellers in der Gründungsphase
  • zusätzliche Befragung von 26 NetzwerkpartnerInnen des B2B-Gründungsunternehmens 

Weiterlesen: Drummond, C., O’Toole, T. & McGrath, H. (2020). Digital engagement strategies and tactics in social media marketing. European Journal of Marketing, 54(6), 1247–1280. https://doi.org/10.1108/ejm-02-2019-0183

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