Unmotivierte Kollegen? So fördern Sie Mitarbeiter-Engagement

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Die Kollegen haben keinen Bock auf Arbeit? Nutzen Sie interne Kommunikation, um die Motivation am Arbeitsplatz zu fördern.

Mehrere Hände klatschen in der Luft zusammen.

Manch einer mag denken, dass eine faule oder ambitionierte Arbeitsweise Sache der Persönlichkeit ist. Kommunikationsverantwortliche sollten sich jedoch dem Einfluss ihrer Botschaften bewusst sein. Tatsächlich belegt eine aktuelle PR-Studie, durchgeführt von Wissenschaftlern US-amerikanischer Universitäten, nun das Potenzial von Engagement-Strategien. Mit einer Online-Umfrage weisen die Wissenschaftler den Effekt der Strategien auf die Motivation der Mitarbeiter nach.

PR-Praktiker als Beziehungsexperten

Was die Forscher mit Theorien zu erklären versuchen, lässt sich folgendermaßen zusammenfassen: Die Organisation und ihre Belegschaft führen eine Beziehung. Diese Beziehung entsteht durch den Austausch von Kommunikation, Informationen und Ressourcen. Nur so kann Mitarbeiter-Engagement entstehen.

„Die Organisation“ ist in diesem Fall der abstrakte Begriff für „PR-Praktiker“. Diese sind schließlich für die Kommunikation zuständig. Längst ist bekannt, dass nicht nur externe, sondern auch interne Stakeholder wichtig sind. Die Wissenschaftler stellen nun aber heraus, wie wichtig interne Kommunikation ist. PR-Praktiker erstellen sozusagen den Kitt, der die Beziehung am Laufen hält.

Engagement mit Hand, Hirn & Herz

Das Mitarbeiter-Engagement kann sich auf unterschiedliche Weise ausdrücken. Es hat großen Einfluss darauf, wie positiv der Kollege mit seinem Umfeld über die Arbeit spricht. Die Belegschaft gilt als authentischer Multiplikator der Organisationsbotschaften und kann beim Scouting helfen. Auf negative Kommentare hat das Mitarbeiter-Engagement zwar geringeren, aber dennoch ebenfalls Einfluss. Unmotivierte Mitarbeiter stellen also ein Risiko für die Unternehmenskommunikation dar. Nur engagiertes Personal erbringt außerdem freiwillige Leistungen, also Aufgaben abseits der eigenen Zuständigkeiten.

Bislang gibt es keine einheitliche Definition für Engagement in der Forschung. Für die Autoren umfasst Engagement eine körperliche, kognitive und emotionale Komponente. Ein engagierter Angestellter ist energiegeladen, gedanklich fokussiert bei den Aufgaben und verbindet positive Gefühle mit der Arbeit. Im Kern bedeutet das: Engagement braucht Hand, Hirn und Herz.

Interne Kommunikation als Allzweckwaffe

Wie konkret kann nun aber das Mitarbeiter-Engagement gefördert werden? Interne Kommunikation nennt sich die Allzweckwaffe, die alle Engagement-Strategien erfüllen kann. Letztere sind laut den Wissenschaftlern Offenheit, Zusicherung von Legitimität und Networking. Offenheit wird erreicht, wenn die Organisation Informationen über sich selbst preisgibt. Zusicherung von Legitimität meint, dass die Bedenken der Angestellten ernst genommen werden. Networking sollte nur mit Gruppen betrieben werden, die die Belegschaft auch gutheißt.

Um geeignete Maßnahmen für die Ziele zu finden, muss nicht einmal tief in die Trickkiste gegriffen werden. Jahresberichte, Community-Building, eine offene Feedbackkultur und gewöhnliche Meetings helfen schon, um eine Beziehung herzustellen und die Belegschaft zu motivieren. Die besten Ergebnisse stellten die Forscher beim körperlichen und kognitiven Engagement fest. Über die emotionale Komponente besteht also möglicherweise das Potential, das Mitarbeiter-Engagement noch mehr zu fördern. Kurz gesagt: PR-Praktiker müssen mit ihren Botschaften ins Herz treffen.

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Key Facts

  • Interne Kommunikation ist maßgeblich, um Mitarbeiter-Engagement zu fördern.
  • Engagierte Mitarbeiter verbreiten positive Botschaften über das Unternehmen an ihr Umfeld, unmotivierte Kollegen sind ein Risiko für die Unternehmenskommunikation.
  • Möglicherweise hilft eine gefühlvolle Kommunikation, Mitarbeiter-Engagement zu fördern.
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Methode

  • Online-Umfrage in den USA; Erhebung im März 2018
  • 568 Teilnehmer, davon 47 % Männer und 53 % Frauen mit einem Durchschnittsalter von 38 Jahren
  • Teilnehmer haben durchschnittlich 7,55 Jahre für ihren jeweiligen Arbeitgeber zum Zeitpunkt der Erhebung gearbeitet
  • Vorsicht: Stichprobe hätte laut den Forschern selbst größer sein können

Weiterlesen: Hongmei, S., & Hua, J. (2019). Engaged at work? An employee engagement model in public relations. Journal of Public Relations Research, 21(3), 1-18.

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