So gelingt‘s: Enterprise Social Networks

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Viele haben Angst, ein soziales Netzwerk im Unternehmen einzuführen. Dafür sprechen jedoch gute Argumente und klare Erfolgsfaktoren.

Eine Social Media Plattform, geöffnet auf einem Laptop.

Im Meeting ist wieder Buzzword-Bingo angesagt. Schmidt von der Internen war am Wochenende auf einer Konferenz und im Gepäck hat er mitgebracht: „Enterprise Social Networks“ – ein soziales Netzwerk im Unternehmen. Doch bevor er ins Schwärmen kommt, wiegelt die Chefin ab: Ein Bekannter von ihr hätte das in seinem Unternehmen eingeführt und dort ging das furchtbar schief.

So geht es in Deutschland noch Vielen. Der Gedanke an ein eigenes soziales Netzwerk löst vor allem Angst aus. Dabei gibt es gute Argumente dafür, ein Enterprise Social Network in seinem Unternehmen einzuführen. Die Kommunikation zwischen Mitarbeitern könnte schneller und einfacher werden. Vor allem aber: Es gibt klare Erfolgsfaktoren, mit denen die Einführung gelingen kann. Das haben Schiller und Meiren vom Fraunhofer Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation herausgefunden. Dafür befragten sie 130 große und kleine Unternehmen in Deutschland.

Das sind die Chancen und Risiken von Enterprise Social Networks

Schiller und Meiren haben bei ihrer Befragung einige überzeugende Argumente für die Einführung eines Enterprise Social Networks gefunden. Die befragten Unternehmen sahen die größte Chance darin, das Zusammenspiel zwischen Mitarbeitern und Unternehmen zu verbessern. Direkt danach folgt die Chance, die Anzahl von E-Mails spürbar zu reduzieren. Etwas, das sich heutzutage viele Unternehmen wünschen. Das zeigt eine repräsentative Studie von OfficeTeam. Eine weitere Chance: Die eigenen Mitarbeiter werden in die Entscheidungen des Unternehmens eingebunden.

Die Befragten machten sich jedoch auch Sorgen über die Einführung von Enterprise Social Networks. Ganz oben stand dabei die Angst, dass sich die Arbeit und das private Leben zu sehr vermischen. Auch Datenmissbrauch sahen viele Befragte als Risiko. Manche fühlten sich zudem durch Enterprise Social Networks überwacht.

Das macht Enterprise Social Networks erfolgreich

Am wichtigsten ist laut Studie, dass die Mitarbeiter das Netzwerk akzeptieren. Fast genauso wichtig ist, klare Rollen und Verantwortungen zu definieren. Einen Punkt heben sowohl die Wissenschaftler als auch die Unternehmen selbst hervor: die Unternehmenskultur. Denn laut den Wissenschaftlern muss sich mit der Kommunikationskultur auch die Unternehmenskultur ändern, damit ein Enterprise Social Network Erfolg haben kann. Unternehmenskultur und Kommunikationskultur müssen also zusammenpassen.

Worauf muss man nun achten, damit Enterprise Social Networks nicht scheitern? An erster Stelle steht laut der Befragung: Bei der Einführung von Enterprise Social Networks darf man nicht schludrig sein – die Verantwortlichen müssen sie professionell planen und umsetzen. Darüber hinaus ist es wichtig, die Mitarbeiter hinreichend einzubeziehen. Genauso müssen die Führungskräfte des Unternehmens die Einführung unterstützen. Kurz – und das sagen die Wissenschaftler selbst: Führung und strategisches Denken sind Grundvoraussetzungen für eine erfolgreiche Einführung.

Ein Enterprise Social Network lohnt sich – wenn man sich Mühe gibt

Fragt man Schiller und Meiren, dann haben viele deutsche Unternehmen noch Angst vor der Einführung eines Enterprise Social Networks. Aber ihre Studie zeigt auch: Die Chancen sind groß. Die größten Risiken lassen sich durch ein strategisches Herangehen und etwas Einsatz verhindern. Wenn man nicht will, dass Enterprise Social Network ein reines Buzzword bleibt, muss man es also wirklich wollen und ernst nehmen.

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Key Facts

  • Enterprise Social Networks verbessern das Zusammenspiel zwischen Mitarbeitern und Unternehmen.
  • Damit die Einführung gelingt, muss Akzeptanz bei den Mitarbeitern geschaffen werden.
  • Um zu verhindern, dass die Einführung scheitert, muss sie professionell sein.
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Methode

  • Die Befragung erfolgte auf Managementebene der Unternehmen
  • Die Fragebögen wurden an einen repräsentativen Querschnitt von 3000 Unternehmen in Deutschland verschickt.
  • Von diesen 3000 Unternehmen haben 132 Unternehmen die Fragebögen ausgefüllt
  • Da die Befragung anonym erfolgte, kann im Nachhinein nicht festgestellt werden, ob die 132 Unternehmen ebenfalls einen repräsentativen Querschnitt abbildeten

Weiterlesen: Schiller, C. & Meiren, T. (2018). Enterprise Social Networks for Internal Communication and Collaboration. Results of an Empirical Study. Stuttgart: Fraunhofer Institute of Industrial Engineering IAO.

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