5 Fragen an… Katrin Möllers & Elke Kronewald

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Experten plaudern aus dem Nähkästchen: Wissenschaftler und Praktiker beantworten Fragen zur Arbeit in der Kommunikationsbranche.

Ein Handschlag

PRTransfer: Wer sind Sie?

Katrin Möllers: Ich bin geschäftsführende Gesellschafterin von Ansel & Möllers und seit 1995 in der Kommunikation tätig. 1998 bin ich in die Agentur eingestiegen, die nun keine PR- und Eventagentur, sondern eine Contentmarketing-Agentur mit dem Schwerpunkt auf PR, Social Media, Live-Kommunikation und Werbung ist. Bei uns versorgen insgesamt 35 Kommunikationsspezialisten Kunden wie Resideo (Honeywell Home), Geberit, Wienerberger, SIKA und Dinkelacker mit starken Inhalten.

Elke Kronewald: Ich bin seit über drei Jahren Professorin für Kommunikationsmanagement und PR-Evaluation am Fachbereich Medien der Fachhochschule Kiel und Studiengangsleiterin für die Studiengänge „Öffentlichkeitsarbeit und Unternehmenskommunikation“ (BA) sowie „Angewandte Kommunikationswissenschaft“ (MA). Meine Themenschwerpunkte sind dabei Interne und Change Kommunikation, Themen- und Issues-Management sowie PR-Evaluation.

Porträt von Katrin Möllers CEO von der Kommunikationsagentur Ansel & Möllers
Portrait von Elke Kronewald Dozentin an der FH Kiel

PRTransfer: Welche Themen und Kommunikationstrends beschäftigen Sie aktuell?

Katrin Möllers: Content Marketing! Vom journalistischen Content ausgehend bespielen wir sämtliche Kommunikationskanäle, um die Zielgruppen unserer Kunden optimal zu erreichen. Unsere PR-DNA bietet dafür die ideale Grundlage. Besonders wichtige Rollen spielen dabei natürlich Social Media, Influencer Marketing (auch für B2B), Corporate- und Produkt-Blogs sowie Formate wie Bewegtbild und Podcasts.

Elke Kronewald: New Work sowie die Auswirkungen von Digitalisierung und Automatisierung auf die PR-Konzeption, -Evaluation und -Alltag.

PRTransfer: Was reizt Sie an der Arbeit in der Kommunikationsbranche?

Katrin Möllers: Nie war die Kommunikation so spannend und vielfältig wie momentan (und ich mache den Job schon 20 Jahre). Endlich eröffnen sich neben der klassischen Medienarbeit neue Perspektiven, neue Kreationen, Formate und Ideenfelder. Und unsere Kunden sind mutiger denn je! Heißt für den Job: Ein riesiges Abwechslungspotenzial – besonders in einer Agentur!

Elke Kronewald: Die Dynamik der Branche, denn neue Entwicklungen bringen auch immer wieder interessante wissenschaftliche Fragestellungen hervor.

PRTransfer: Welchen Medienkanälen folgen Sie auf sozialen Netzwerken? Warum?

Katrin Möllers: Xing wegen Recruiting und der CEO-Kommunikation für einen Kunden. LinkedIN für Businesskontakte. Facebook in viele verschiedene Richtungen – Business, intern mit dem Team und für News. Instagram bzgl. eigener und Kundenkommunikation, weil wir beispielsweise Instawalks für Kunden veranstalten.

Elke Kronewald: Neben Twitter und Xing derzeit vor allem LinkedIn, denn dort gibt es am ehesten Informationen, die inspirierend und relevant sind.

PRTransfer: Stichwort Wissenschaft für die Praxis. Was könnte man Ihrer Meinung nach am Austausch zwischen Forschung und Praxis noch verbessern?

Katrin Möllers: Unter anderem über gemeinsame Plattformen, die von der Forschung initiiert werden, Arbeitskreise und Podiumsdiskussionen. Wir haben nur über die Studierenden Kontakt zur Forschung. Ein direkter Kontakt zu den Lehrkörpern besteht nicht, was wir sehr bedauern.

Elke Kronewald: Mehr persönliche Kontaktpunkte schaffen, indem beispielsweise gemeinsame Veranstaltungen von wissenschaftlichen Fachgesellschaften und Berufsverbänden stattfinden.

PRTransfer: Welche Tipps geben Sie Einsteigern in der Kommunikationsbranche mit auf den Weg?

Katrin Möllers: Angesichts der derzeitigen Diskussion ist mein Appell der: der Kommunikationsberuf ist ein sehr komplexer, dessen theoretische Grundlage an der Uni erlernt werden kann. Die Praxis ist jedoch vielschichtig und richtet sich nach keinem Lehrbuch – jede einzelne Kommunikationsaufgabe ist unterschiedlich und individuell. Selbst ich lerne nach 20 Jahren jeden Tag dazu. Ein Volontariat ist die Praxis-Grundausbildung und steht am Anfang einer Karriere, die durch kontinuierliche Weiterbildung und dem Streben nach Erfahrungen geprägt sein sollte.    

Elke Kronewald: Vernetzen Sie sich! Nutzen Sie hierfür die sozialen (Berufs-)Netzwerke und offizielle Kommunikatoren-Netzwerke wie zum Beispiel die DPRG. Verlieren Sie Ihr jetziges Umfeld – sowohl Studierende als auch Dozierende – nicht aus den Augen, denn dort können Sie später sehr leicht anknüpfen. Egal ob es um Jobs, Karrieretipps oder fachlichen Austausch geht.

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